Presseartikel 2011
von Stefan (Admin) 9. Oktober 2011Fast alle Presseveröffentlichungen aus dem Jahr 2011 sind nun im Pressespiegel verfügbar:
Fast alle Presseveröffentlichungen aus dem Jahr 2011 sind nun im Pressespiegel verfügbar:
Schauer und Gewitter bestimmten am vergangenen Wochenende die Taktik der Hersbrucker Segelflieger bei ihrer Jagd nach Streckenkilometern und Bundesligapunkten.
Der Segelflugwetterbericht hatte für beide Tage des letzten Wochenendes gute Thermikbedingungen, aber auch ab Mittag eine starke Neigung zu Schauern und Gewittern vorhergesagt. Blieben diese am Samstag noch regional begrenzt, so war für den Sonntag Nachmittag im Vorfeld einer Kaltfront eine linienförmig auftretende Gewitterfront angekündigt.
So galt es an beiden Tagen neben einer Geschwindigkeits- und streckenoptimierten Wahl des Flugweges, immer das Wettergeschehen Richtung Startplatz zu beobachten, um eine sichere Rückkehr, oder zumindest die Landung auf einem Ausweichflugplatz zu ermöglichen.
Konnte das am Samstag gestartete Bundesligateam Stefan Harries, Reiner Rose und Peter Bohne zwischen Schwandorf und Bamberg noch Strecken von knapp über 300 km erfliegen, so waren es am Sonntag aufgrund des kürzeren Zeitfensters für das Team Gunther Münzenberg und Reinhard Wild nur 240 km, bevor der große Regen kam. Dabei nutzte das Team Münzenberg/ Wild seine Chance wirklich bis zuletzt, die Flugzeuge konnten gerade noch abgebaut und der Anhänger geschlossen werden, bevor die Regenschauer Hersbruck erreichten.
Das Highlight des Samstags war ein Aufwind über dem Veldensteiner Forst, der mit durchschnittlichen Steigwerten von 4,9 m/s in 7 Vollkreisen einen Höhengewinn von 700 m ermöglichte.
Lohn der Mühen war in Runde 5 dann ein sehr guter 4. Platz und 17 Punkte, die den Hersbrucker Segelflieger wieder einen Schritt nach vorne auf Platz 8 der Bundesligatabelle ermöglichten.
Mit dem Abschluss der 3. Runde der Segelflug-Bundesliga zeigte sich, dass die Hersbrucker die Wetterentwicklung des vergangenen Wochenendes erneut falsch eingeschätzt hatten.
Auf den Segelflugwetterbericht vertrauend, der für Samstag und Sonntag ähnliche Wetterbedingungen gemeldet hatte, setzten die Segelflieger diesmal auf den Samstag als bevorzugten Tag. Dabei spielte sicher auch eine Rolle, dass für den Samstag durch einfließende Kaltluft eine geringe Chance auf Labilisierung und damit bessere Thermikbedingungen bestand, und am Sonntag einige Piloten aus familiären Gründen keine Zeit hatten.
Gemeldet war für beide Tage Blauthermik, also Thermikverhältnisse ohne Kennzeichnung der Aufwinde durch Wolken. Diese Wettervorhersage traf am Samstag genau ins Schwarze, die 3 Piloten des Hersbrucker Bundesligateams trafen auf ihrem Flug, der über Amberg und Schwandorf bis nach Roding führte, auf keine einzige Wolke. Ab Schwandorf verschlechterten sich die Aufwindbedingungen zusehends, so dass schließlich die Entscheidung zum Rückflug fiel. Hier wurde die Aufwindentwicklung offenbar durch die bodennah aus Osten einfließende Kaltluft immer mehr unterbunden.
Bis Amberg war der Rückflug dann relativ schwierig, und während Gunther Münzenberg und Reinhard Wild den Startplatz Hersbruck wieder erreichten, musste Peter Bohne auf dem Amberger Segelflugplatz landen. Die dabei erzielten Bundesligageschwindigkeiten von ca. 55 km/h zeigen deutlich die Schwierigkeiten beim Rückflug.
Am Sonntag entwickelte sich dann, entgegen den Vorhersagen, eine recht gute Segelflugwetterlage, die ab Mittag sogar Wolkenthermik zu bieten hatte. Nur der starke Wind erschwerte die Streckenflüge etwas.
Leider konnte den Sonntag nur Gunther Münzenberg für einen schönen Flug nutzen, und mit einer Strecke von fast 330 km und einem Bundesligaschnitt von 90 km/h seine Vortagesleistung deutlich verbessern.
So reichte das Wochenendergebnis der Hersbrucker Segelflieger in der 3. Bundesligarunde nur für einen 15. Platz und 6 Punkte. In der Tabelle belegt die Luftsportgemeinschaft jetzt mit 27 Punkten den 10. Rang.
Runde 2 ist Geschichte, und wie immer ist man danach natürlich viel schlauer. Das Wochenendwetter war ausnahmsweise mal der Jahreszeit entsprechend, also keine 28 Grad, sondern windig und kalt. Gunther und Reiner standen am Samstag in den Startlöchern, aber die Aussichten waren wirklich nicht berauschend, so dass sich schließlich nur Gunther zu einem Versuch entschließen konnte. Leider musste auch er nach mehren vergeblichen Versuchen, gegen den Wind nach Osten vorzufliegen aufgeben, so dass am Samstag kein Flug für die Wertung zustande kam.
Die Aussichten für Sonntag waren wesentlich besser, der Wetterbericht meldete für Nordbayern gute Thermik, aber auch im Rücken der abziehenden Kaltfront eine Luftmassengrenze mit trockener Luft im Norden und labiler Luft im Süden.
Diese Grenze sollte gegen Mittag zwischen Main und Donau liegen, damit war eine gute Chance für ein nutzbares Wetterfenster gegeben. Um ja nichts anbrennen zu lassen, standen Stefan, Günther, Michael und ich ab Mittag bereit, um bei einsetzender Thermik startbereit zu sein. Und wirklich machte das Wetter auf, die Meldungen von LG (Günther), der den Thermikschnüffler machte, klangen recht vielversprechend.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren Basishöhen von 1800m /Platz und integrierte Steigwerte von 4 m/s drin. Günther hatte sich bereits in den N aufgemacht, Stefan und ich flogen gegen den Wind über Weiden - Tirschenreuth bis zur Grenze, um nach der Wende einen möglichst langen Rückenwindschenkel nutzen zu können. Michael war nach uns gestartet, und ebenfalls nach Osten abgeflogen. Wir haben ihn dann auf dem Rückweg bei Weiden getroffen. Vor Amberg konnten wir dann zu Dritt einen schönen Bart annehmen, in den später auch noch Roland Biesen mit seiner ASW 22 einflog.
Tja, und dann begingen Stefan und ich den folgenschweren Fehler weiter auf den Rückenwindschenkel zu setzen, anstatt nach dem guten Aufwind umzudrehen und die selbe Strecke nochmals zurückzuratteln. Michael hat es da deutlich besser gemacht, und mit seiner Entscheidung rechtzeitig umzukehren sogar einen höheren Gesamtschnitt als ich erzielt. Allerdings entgingen ihm dadurch auch die Freuden des bodennahen Fliegens. Wir flogen nämlich bei Neumarkt in die labilere und feuchtere Luftmass der abziehenden Front ein, die uns eine Menge Probleme bereitete.
Leider musste Stefan dann in der Nähe von Allersberg aussenlanden, und ich schaffte nur knapp in schwachem Steigen die Umkehr und den Heimweg. Dass wir bis dahin gut unterwegs waren beweist der Gesmtschnitt von 108 km/h, den Stefan bis zu seiner Aussenlandung erreicht hatte.
Michael konnte den Platz problemlos wieder erreichen, und auch Günther konnte seinen Flug mit den Wendepunkten Bayreuth und Viechtach erfolgreich beenden.
Leider reichte unsere Leistung (Günther 82,70 km/h, Stefan 85,05 km/h und ich 89,67 km/h) nur für Rundenplatz 19 und 2 Pünktchen. Damit liegen wir mit 21 Punkten auf auf Tabellenplatz 5. Wäre schön, wenn in den kommenden Runden wieder ein bisschen mehr für uns drin wäre.
Das verlängerte Osterwochenende brachte endlich, genau rechtzeitig zum Start der Bundesliga, das lang ersehnte gute Streckenflugwetter.
Von Karfreitag bis Ostermontag konnte jeden Tag geflogen werden, Strecken über 600 km und Gesamtschnitte von über 100 km/h waren dabei möglich.
Herausragend war dabei die Wetterlage des Ostersamstags, die unser Bundesligateam bestehend aus Günter, Stefan und Reinhard wirklich super erwischt hat. Ihre Flüge führten sie nach Osten in den Bayerwald, wo sie nach schwieriger Anreise in Blauthermik tolle Bedingungen mit Basishöhen von über 3000m und integrierten Steigwerten von 4 m/s und mehr vorfanden. Ihre Wende lag in der Nähe von Linz, bereits jenseits der österreichischen Grenze, über 250 km von Hersbruck entfernt.
Die dabei erzielten Bundesligaschnitte von 127,95 kmh (Günter), 112,95 km/h (Stefan) und 111,29 km/h (Reinhard) erwiesen sich als absolut konkurrenzfähig, und bescherten der LSG Hersbruck einen tollen 2. Platz in der 1. Runde der Bundesligasaison.
Die anderen Tage des Osterwochenende brachten am Freitag Strecken zwischen 55 km durch Tanja und Reinhard mit 525 km, der vom Bayerwald aus Richtung Westen bis Dinkelsbühl unter einer Aufreihung ordentlich Gas geben konnte, und dabei einen Ligaschnitt von 125 km/h erreichte. Da für die Ligawertung nur Wochenendflüge zählen, konnte dieser Schnitt leider nicht für die BL gewertet werden.
Am Samstag fand dann das oben erwähnte Bayerwald-Rennen statt, der Ostersonntag brachte dann nicht ganz die erhofften Bedingungen, aber Strecken von fast 500 km mit einem 96er Schnitt durch Gunther waren alle mal drin. Reiner hat seinen Flieger am Sonntag auch mal wieder gelüftet (356km, 100 km/h), und ich durfte mal die M1 von Michael testen.
Am Ostermontag war dann eigentlich fast alles in der Luft, Ferdi im Twin III, Horst mit dem Spatz, und die Cracks flogen Strecken über 600km, wobei die Wenden diesmal im Raum Nördlingen, Eichstätt und Oberhinkhofen lagen.
Es wäre natürlich schön, wenn es mit Wetterglück und sportlichen Erfolgen so weitergehen würde. Eine hervorragende Grundlage haben wir jedenfalls gelegt.
Foto: Lukas Grams

Hersbrucker Zeitung vom 03.09.2010
Alle weitere Zeitungsberichte zu den letzten Ligarunden 2010 finden Sie hier.
Dieses Wochenende brachte für die LSG Hersbruck endlich das ersehnte Rennwetter, und gleichzeitig die notwendige Portion Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Der Wetterbericht hatte den Samstag als den besseren Flugtag prognostiziert, für den Sonntag waren deutlich schlechtere Bedingungen gemeldet.
Und tatsächlich trafen die 5 Hersbrucker Piloten am Samstag hervorragende Segelflug-bedingungen an. Ihre Flüge führten zunächst wieder nach Osten bis Furth im Wald, hier wurde gewendet, um dann Kurs auf das Fichtelgebirge und den Thüringer Wald zu nehmen. Dabei wurden die Aufwindbedingungen immer besser, am Nachmittag konnten im Thüringer Wald Höhen von 2400 m über Hersbruck erreicht, und Aufwinde von fast 5 m/s zum Höhengewinn genutzt werden.
Wer hier den optimalen, tragenden Flugweg fand, konnte mit einer möglichst positiven Aufwind- /Abwindbilanz den zeitraubenden Kreisfluganteil minimieren, und so eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielen. Dies schlug sich natürlich nicht nur positiv auf die erreichte Bundesligageschwindigkeit nieder (2,5 h Zeitfenster mit dem schnellsten Schnitt), auch die Gesamtstrecke konnte sich dabei sehen lassen. So erreichte das Team Harries/Bohne eine Gesamtstrecke von jeweils 760 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 106 km/h (Harries), Reiner Rose sogar einen Gesamtschnitt von 111 km/h. Auch der Doppelsitzer mit Amir Treschau als Pilot flog bis in den vorderen Bayerischen Wald, und erreichte nach 300 km problemlos wieder Hersbruck.
Mit der erzielten BL-Rundengeschwindigkeit von 349,24 km/h (Harries 120,10 km/h, Bohne 119,62 km/h und Rose 109,52 km/h) konnte sich die LSG Hersbruck in der 11. Runde den 2. Platz und 19 Punkte sichern, nur 0,96 km/h hinter dem Rundensieger FSC Odenwald. Damit gelang den Hersbruckern in der Tabelle ein deutlicher Sprung nach vorne, sie belegen jetzt mit 66 Punkten Platz 20. Bleibt zu hoffen, dass es in den verbleibenden 8 Runden genau so gut läuft, und das Wetter weiter mitspielt .
Segelflieger sammeln auch im Gebirge Bundesligapunkte
Das vergangene Wochenende bescherte ganz Deutschland gute Segelflugbedingungen, und so konnten auch die Hersbrucker endlich wieder größere Streckenflüge unternehmen. Bereits der Samstag ermöglichte, bei etwas feuchterer Warmluft, Streckenflüge bis zu 540 km Länge. Der Sonntag brachte dann trockenere Bedingungen, die bei besseren Sicht- und Aufwindver-hältnissen Strecken von 550 km mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 100 km/h ermöglichten.
Da für die Bundesliga von jedem Flugplatz innerhalb Deutschlands gestartet werden kann, nutzte Gunther Münzenberg seinen Segelflug-Urlaub in Unterwössen, um für seinen Verein mitzupunkten. So gelang ihm am vergangenen Sonntag ein Gebirgsflug über 540 km, mit Wendepunkten bei Mayrhofen im Zillertal und Bad Gastein. Nebenbei erreichte er damit auch noch die höchste Bundesligageschwindigkeit seines Vereines.
Für die Hersbrucker Piloten führten die Flüge am Samstag bis in den Norden des Thüringer Waldes, während am Sonntag der Bayerische Wald favorisiert wurde, der dann aber leider die Erwartungen nicht erfüllen konnte. So wurde am Sonntag hauptsächlich in dem Gebiet Kötzting, Bayreuth und Bamberg geflogen, alle 7 Piloten erreichten im motorlosen Flug wieder ihren Startplatz.
Mit dieser Leistung erreichte das Team Münzenberg, Harries und Bohne Platz 17 und 4 Punkte, die Hersbrucker Segelflieger belegen jetzt nach der 10. Runde Platz 26 der Tabelle, punktgleich mit dem LSV Schneverdingen (NI). Sollte das gute Wetter weiter anhalten, müsste es möglich sein den Rückstand nach vorne weiter zu verkürzen.
Hallo Freunde, das Wochenende ist rum, und diesmal finde ich sogar mal Zeit ein bisschen über die Streckenflüge zu berichten.
Der Wetterbericht hatte ursprünglich für Samstag gut fliegbar (wenn auch teilweise abgeschirmt), und für Sonntag schlecht gemeldet. Dann hieß es plötzlich, der Sonntag könnte auch ganz gut werden. Eine Planung ist da fast unmöglich, aber man muss halt versuchen, das Beste daraus zu machen.
Am Samstag haben dann Gunther, Stefan, Reiner und ich unser Glück versucht. Leider veranlasste uns eine großflächige Abschirmung zu einem relativ späten Abflug, der uns zwar noch eine Ligawertung ermöglichte, aus eigener Kraft nach Hause schaffte es allerdings nur Gunther, der auch gleich den schnellsten Schnitt vorlegen konnte.
Dabei waren wir bei besserem Wetter im Osten Richtung Tschechien unterwegs, wobei wir sogar ca. 30 km ins Nachbarland fliegen konnten. Nach der Wende hatte ich dann ein bisschen Probleme gegen den Wind den Sprung zurück über die Grenze zu schaffen. Ein unschöner Gedanke, die Nacht bei Karlsbader Obladen verbringen zu müssen…, aber schließlich hat es ja dann doch noch geklappt. Die anderen waren da natürlich schon über alle Berge.
Mittlerweile schob sich aus Süden auch noch eine dicke Abschirmung herein, die einen Umweg nördl. des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr als die bessere Alternative erscheinen ließ. Geklappt hat es leider trotzdem nicht, nur Gunther, der ein bisschen früher dran war, schaffte es auf direktem Weg nach Hause. Stefan kam bis Bayreuth, ich bis Speichersdorf und Reiner musste bei Pegnitz den Rattl bemühen. Allerdings ging es nicht nur uns so; auch das Königsdorfer Bundesliga-Team hatte sich, nach Start am Feuerstein, auf dieselben Flugplätze verteilt.
Am Sonntag dann im Prinzip das selbe Spiel; man fliegt bei schwachem Wetter ab, und versucht das gute Wetterfenster zu erreichen. Bei Reinhard hat dies leider nicht geklappt, er musste bereits bei der Anreise in Dobenreuth landen. Gunther konnte sich schließlich ins gute Wetter durchschlagen, in Oberfranken bei Coburg seinen Bundesligaschnitt erfliegen, und schließlich vor der obligatorischen Abschirmung gerade noch den Startplatz wieder erreichen.
Bei den z.Zt. vorherrschenden Wetterlagen ist wirklich voller Einsatz, und der Motorsegler (für den Rückschlepp) gefragt. Danke an Klaus und Nico fürs heimschleppen.
Wenigstens gelang es Gunther (89,58 km/h), Reiner (76,25 km/h) und Stefan (74,08 km/h) diesmal ordentlich zu Punkten, und uns mit Rundenplatz 11 und 10 Punkten einen Tabellenplatz nach vorne zu bringen. So könnte es ruhig weitergehen!