Auf in den Westen

Dies war zunächst der Plan für den Sonntag. Nachdem der Segelflugwetterbericht aus W Wetterbesserung gemeldet hatte, standen wir am Sonntag erwartungsvoll am Platz und betrachteten die dunklen, auseinandergelaufenen Pfannkuchenwolken, die bei einer Basis von zunächst 600m über uns dahinzogen.

Nachdem Reiner bereits am Samstag für uns tapfer auf Strecke ging, wollten wir am Sonntag noch eins draufsetzen.

Doch die undurchsichtige Wetterentwicklung brachte unser Konzept zunächst ins Wanken; nach dem Start bei ca. 900m Basis wusste eigentlich keiner mehr so richtig, wo es denn hingehen sollte. Nach längerem Abwarten haben wir uns schliesslich aufgeteilt; der Gunther flog nach S Richtung Weissenburg, Reinhard nach O Richtung Schwarzenfeld, und Stefan, Reiner und ich nach WNW Richtung Aischgrund. Dort hätten Stefan und ich dann auch beinahe gegründelt. Ein grösseres blaues Loch zwischen den auseinandergelaufenen Wolken zwang zu tiefem Abgleiten, der Anschluss war recht mühsam. Reiner und ich sind dann bei Schlüsselfeld umgekehrt, und Richtung Friesener Warte wieder zurück. Nach einem erneuten Tiefpunkt in der Fränkischen Schweiz hatte ich dann genug und bin wieder Richtung Heimat abgebogen. Reiner flog mit Rückenwind noch bis über die Grenze bei Waldhaus Richtung O, musste auf dem Heimweg bei Schnaittenbach allerdings seinen Rattel zünden.

Und Stefan? Der muss, nachdem er sich im Aischgrund wieder ausgegraben hatte irgendwie ein anderes Wetter als wir gefunden haben! Er hat uns alle nämlich beim  Bundesligaschnitt um 20-30km/h versägt; (grummel)! Da haben wir die Wetterlage offensichtlich falsch eingeschätzt!

Trotzdem können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein:

Stefan (94,6km/h), Reiner (79,5km/h) und ich (63,32km/h; peinlich) flogen uns auf Platz 17 mit 4 Punkten. Damit liegen wir nach Runde 18 mit 103 Punkten auf Platz 20 der Tabelle. Wenn wir diesen Platz halten könnten, wäre es ein schöner Erfolg. Dazu müssten allerdings  wieder möglichst viele mitziehen, dann bringen wir die letzte Runde auch noch erfolgreich hinter uns, und der Verbleib in der 1. Bundesliga ist gesichert. Aber abgerechnet wird erst zum Schluss, dieses Wochenende müssen wir noch einmal alles geben!

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