Licht und Schatten …

Tja, nun ist es also gelaufen; das erste Bundesligawochenende ist vorbei. Und leider ganz anders als erhofft!  

Ehrlich gesagt, stehe ich noch immer unter Schock. Da fliegen Stefan und Günter (LG) die schnellsten Bundesligaschnitte die jemals von Hersbruck aus geflogen wurden, und wir schaffen es nicht einen 3. Flug zu melden.  Sogar mit nur einem 50er Bundesligaschnitt als 3. Flug wären wir auf Rang 5 gelandet und hätten 16 Punkte bekommen. So haben waren es 3 Punkte und Rang 18.

Das frustrierendste dabei ist für mich, dass wir am Samstag ja durchaus Flüge hatten die als 3. Flug geeignet gewesen wären.

Schuld bin natürlich ich, da ich es versäumt habe vor dem Start wie im Kindergarten jeden Piloten einzeln zu betreuen, und nach der Landung wieder jeden persönlich darauf hinzuweisen, dass Bundesligaflüge ausnahmslos bis 10:00 des Folgetages gemeldet sein müssen. Sonst zählen sie nämlich nicht für die Bundesliga.

Ein Infoabend zum Start der Bundesligasaison reicht hier denke ich nicht aus, da offensichtlich nur mit intensivster zeitnaher persönlicher Betreuung sichergestellt werden kann, dass auch wirklich jeder die Regeln verstanden hat.

Doch nun in Kurzform zu den Ereignissen des letzten Wochenendes:

Der Wetterbericht meldete mässige bis gute CU-Thermik mit Zufuhr trockener Warmluft aus SO. Basishöhen ca. 1800m NN.

Da es bei solchen Wetterlagen oft über den Mittelgebirgen zu deutlich besseren Bedingungen kommt, beschlossen Günter (LG) und Stefan (WM) ihr Glück Richtung Bayerischer Wald zu versuchen. Ihr Flug führte sie in Blauthermik über 100 km Richtung BayerWald, wo ihnen dann vor Arnbruck der Einstieg in die Wolkenthermik gelang. Was dann folgte war eine ein fantastischer Ritt bis nordöstl. Grafenau (max. Entfernung nach Hersbruck über 180km). Dabei konnten sie im Team auf einzelnen Teilstrecken Schnitte von über 143km/h erfliegen; zweimal hin und zweimal zurück, und die Sache war im Kasten. Der Rückflug erfolgte dann ab Arnbruck wieder größtenteils in Blauthermik. Trotzdem konnten sie über die Gesamtstrecke fantastische Schnitte  erfliegen: Stefan 513km (112,5km/h) und Günter 515km (103,7km/h).  Über die Gesamtstrecke war ein Kurbelanteil von 17% und ein mittleres Steigen von 1,9 m/s erfliegbar.

Es ist sehr schade, dass diese tolle Leistung nicht auch mit einer entsprechenden Platzierung belohnt wurde.

Am Sonntag war dann leider außer mäßigem Warmluftgeschwabbel nichts mehr drin. Gunther und ich haben es zwar noch versucht, für die Bundesliga hat es leider nicht gereicht.

Bleibt nur die Hoffnung, dass wir in den verbleibenden 18 BL – Runden mit mehr Professionalität dabei sind.

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