Obenbleiben statt Strecke machen….

Samy mit Fans

…dies war zunächst das Motto, als wir am vergangenen Samstag erneut versuchten  Bundesligapunkte zu erfliegen. Die Wetterlage war durch feuchte Warmluft gekennzeichnet, die uns bei Basishöhen von anfänglich 800m GND und Steigwerten die eigentlich nur ein vermindertes Eigensinken waren, das Streckenfliegen ziemlich erschwerte. Dies führte dann auch zu einer Landung auf dem Nachbarplatz und einer Außenlandung in der Fränkischen Schweiz.

 Ich selbst wunderte mich nach dem Ausklinken nur, wie es die vor mir gestarteten eigentlich hinbekamen hängenzubleiben, da ich mich nach dem Ausklinken nur langsam aber stetig nach unten gearbeitet hatte. Als sich dann im Funk der Erste wieder zur Landung meldete war mir aber klar, dass alle zu kämpfen hatten.

Im Laufe des Nachmittags stieg die Basis dann bis auf 1400m an, und die Steigwerte legten deutlich zu. Trotzdem blieb das Streckenwetter sehr inhomogen und unübersichtlich, was auch die erflogenen Strecken und Geschwindigkeiten zeigen; mehr war halt nicht drin.

Während Wetterlagen mit trockener Warmluft oft sehr gute Segelflugbedingungen mit hoher Basis und guten Steigwerten bieten können (vor allem über den bekannten Rennstrecken Thüringer Wald – Fichtelgebirge – BayerWald), sieht es bei der Zufuhr feuchter Warmluft ganz anders aus.

Die Aufwindverteilung ist sehr unzuverlässig, und eher durch kurzlebige Aufwindblasen gekennzeichnet; wer eine schöne Wolke anfliegt findet meist kein Steigen mehr, da der Aufwind bereits versiegt ist. Oft hilft es gegen den Wind unter der Wolke durchzufliegen und im Blauen davor nach Steigen zu suchen, oder gezielt kleinere Wolkenfetzen im Blauen anzufliegen, die auf eine aktive Thermikquelle schließen lassen. Zudem blies am Samstag der Wind aus recht unterschiedlichen Richtungen mit bis zu 25 km/h (am Boden aus O, in Basishöhe aus SW). Das bedeutet aber auch dass er in der Höhe dreht (Windscherung), am Samstag z.B. im Höhenbereich zwischen 700 m und 900 m. In diesem Bereich waren auch die Aufwinde recht turbulent und schwer zentrierbar; man tat also gut daran über diesem Höhenband zu bleiben. Bei der geringen Basishöhe allerdings ein recht schwieriges Unterfangen.

Trotzdem schafften wir es 3 Flüge in die Wertung zu bringen, wobei das Team Reinhard, Gunther und ich eine Rundengeschwindigkeit von 186 km/h erreichte; das war allemal besser als zu Fuß, und brachte uns immerhin doppelt so viele Punkte als in der vorhergehenden Runde ein: nämlich 2! Insgesamt waren am Samstag 5 Piloten unterwegs, die erflogenen Strecken betrugen zwischen 60 und 270 km.

So liegen wir jetzt mit 6 Punkten auf Platz 27 der Tabelle, und haben noch viel Luft nach vorne um kräftig aufzuholen.

Schauen wir mal, was das kommende Wochenende bringt.

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