Einmal Wartburg und zurück
Foto: Lukas Grams
Das letzte Wochenende ist gelaufen, und stand einmal mehr im Zeichen wechselnder Luftmassen. Während wir am Samstag (lt. Vorhersage) großteils noch mit frischer Kaltluft rechnen konnten, sah es für den Sonntag bei zunehmender Warmluftzufuhr wesentlich schlechter aus. Die Warmluft mischte dann aber bereits am Samstag kräftig mit, und machte die Aufwindsuche nicht unbedingt einfach. Trotzdem konnte man, wenn man es schaffte nur die stärksten Aufwinde anzunehmen, recht ordentliche Schnitte fliegen. Die selektive Aufwindsuche war allerdings bei Basishöhen von 1200 m über Hersbruck schwierig.
Der Windrichtung und Wetteroptik entsprechend, beschlossen wir zunächst nach N abzufliegen (Stefan, Gunther, Reinhard und ich), Richtung Fichtelgebirge. Da der Thüringer Wald recht verlockend aussah, versuchten wir unser Glück in dieser Richtung, rückblickend der richtige Entschluss.
So flogen wir dann bei niedriger Basis aber teilweise doch recht ordentlichen Steigwerten die Kante des Thüringer Waldes Richtung Kronach - Suhl - Eisenach entlang. Stefan, der deutlich voraus war wendete schließlich über der Wartburg, und sammelte mich beim Rückflug wieder ein. Gunther und Reinhard hatten ebenfalls gewendet und so ging es denselben Weg wieder zurück. Irgendwie verloren wir uns dann aber aus den Augen; bei dem starken Verkehr über dem Thüringer Wald kein Wunder, da fliegt man schnell einmal dem falschen Flieger hinterher.
So traten wir als Einzelkämpfer den Rückflug Richtung Fichtelgebirge – Weiden an. Stefan flog noch etwas weiter Richtung Grenze. Hier im Weidener Raum machte sich der Warmlufteinfluss schon recht deutlich bemerkbar, Abtrocknung und schlechtere Steigwerte waren die Folge. Schließlich schafften wir aber doch den Rückflug ohne größere Schwierigkeiten, die vereinzelten Wolkenfetzen trugen erstaunlich gut. Stefan hatte seinen Wasserballast sogar wieder mit nach Hause gebracht.
Der direkte Weg vom Fichtelgebirge nach Hause war offensichtlich schlechter; Amir, der sich im Cirrus den Umweg über Weiden ersparen wollte, musste leider bei Pegnitz neben der Autobahn auf den Acker.
Die Bilanz des letzten Samstags: 7 gemeldete Flüge, mit Strecken zwischen 150 (Horst im Spatz) und 514 km (Stefan).
Und endlich konnten wir mal wieder ordentlich für die Bundesliga punkten; das Team Stefan (100 km/h), Reinhard und ich (je 92 km/h) schaffte Rang 9 mit 12 Punkten in Runde 5. Damit hat die LSG Hersbruck einige Plätze gutmachen können, und liegt jetzt mit 18 Punkten auf Rang 23 der Tabelle. Vielleicht können wir ja am kommenden Wochenende noch ein paar Pünktchen mehr einsammeln; das Wetter dürfte jedenfalls wieder mitspielen.
