Im Team zum Erfolg
Das vergangene Wochenende brachte für uns gleich zwei sportliche Erfolge:
Stefan konnte den Wettbewerb auf Burg Feuerstein mit einem Tagessieg beenden; ich denke ein sehr positiver Ausklang. Damit konnte er in der Gesamtwertung einen guten vierten Platz belegen (mit nur 22 Punkten Rückstand auf den 3. Platz).
Das Wetter war in der vorhergehenden Wettbewerbswoche ja nicht so toll, und auch der letzte Tag hatte für die Teilnehmer auf Burg Feuerstein einige Hürden eingebaut. Während wir von Hersbruck aus in relativ gutem Wetter unterwegs waren (sobald es schlechter wurde, drehten wir einfach um), kämpfte Stefan bei der vorgegebenen Aufgabe mit Schauern und Abschirmungen. Aufgrund der regional recht schwierigen Bedingungen konnten am 5. und letzten Wertungstag nur 2 Piloten die Aufgabe vollenden und wieder am Feuerstein landen.
Der zweite Erfolg war endlich mal wieder ein guter Platz in der Rundenwertung der Bundesliga. Der Wetterbericht hatte für unser Gebiet gutes Segelflugwetter prognostiziert, das dann im Prinzip auch so eintraf. Der Haken an der Sache war allerdings, dass es regional auf kleinstem Raum sehr große Unterschiede gab. Wie oben bereits erwähnt, waren manche Gebiete durch Überentwicklungen und Schauer nach relativ kurzer Zeit dicht; an anderer Stelle erschwerten riesige Abschirmungen der auseinandergelaufenen Wolken die Thermikentwicklung.
Um das Wetterfenster optimal auszunutzen flogen Gunther, Reinhard und ich nach N ab, Gunther war alleine ein Stück voraus Richtung Fichtelgebirge unterwegs. Reinhard und ich flogen im Team zunächst gegen den Wind Richtung NW, bis uns bei Lichtenfels ein dichter Schauer zur Umkehr zwang. Dann bretterten wir mit Rückenwind zurück nach Osten in das bessere Wetter, wobei wir auch einzelnen Wolkenaufreihungen folgen konnten. Auf der Höhe von Weiden, kurz vor der Grenze zu Tschechien, war das Glück dann vorbei und die Schauer zwangen uns erneut zur Umkehr..Also einfach noch einmal zurück Richtung Fichtel, bis zum nächsten Schauer. Und weil es so schön war wieder zurück bis über die tschechische Grenze bei Waidhaus. Dabei trafen wir dann auch ab und zu Gunther, der offensichtlich einen ähnlichen Weg gewählt hatte.
Da wir damit unser Bundesligasoll erfüllt hatten, beschlossen wir den Rückweg möglichst entspannt über Weiden und südlich Grafenwöhr anzutreten. Und dann zeigte mir Reinhard über Weiden noch einen Aufwind, der diesen Namen mehr als verdient hatte. Ich habe es bisher selten erlebt, dass der Integrator 5,4 m/s anzeigt; und das nicht nur kurz, sondern mehrere Kreise lang. Reinhard hatte noch ein bisschen besser zentriert, das Ergebnis für ihn war ein Höhengewinn von 1200m mit integrierten Steigwerten von 4,3 m/s.
Der Heimflug war entsprechend problemlos, nach über 400 km erreichten wir alle wieder Hersbruck. Der Lohn dafür war eine Rundengeschwindigkeit von 295 km/h, die uns Platz 3 und 18 Punkte bescherte. Jetzt liegen wir in der Tabelle mit Rang 25 zwar immer noch auf einem Abstiegsplatz, konnten aber den Punkteabstand nach vorne deutlich verringern.
So könnte es weitergehen!
