Wetter gut, Platzierung schlecht
Die lang ersehnte Wetterbesserung ermöglichte es den Hersbrucker Segelfliegern endlich wieder ordentlich zu fliegen, die Leistung wurde aber in der Bundesliga-Platzierung nicht belohnt.
Der Wetterbericht hatte Blauthermik gemeldet, d.h. dass es keine Quellwolken geben sollte, die den Segelfliegern den Aufwind markieren. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hatte aber gezeigt, dass es bei ähnlichen Wetterlagen über den Mittelgebirgszügen wie Thüringer Wald, Schwäbische Alb oder Bayerischer Wald oft doch zu Wolkenbildung und guten Segelflugwetterlagen kommen kann. Und auf welchen Tag setzt man, wenn für beide Wochenendtage die gleiche Wetterprognose gilt?
Die Hersbrucker versuchten ihr Glück schließlich am Samstag, und trafen bei Aufwindstärken von 3 m/s und einer maximalen Flughöhe von bis zu 1800m über Hersbruck recht gute Bedingungen an. Nach längerem aufwindlosem Gleitflug über die feuchten Naabniederungen, erreichte das Bundesligateam schließlich die Wolken entlang der östlichen Landesgrenze. Im Gebiet zwischen Waldsassen und Waldmünchen wurde dann der Bundesligaschnitt erflogen, spannend war schließlich wieder der Rückflug über das Naabtal. Erst am Monte Kaolino bei Hirschau wurde wieder ein Aufwind angetroffen, der die notwendige Höhe für den Heimflug spendierte.
Bei diesem Flug erreichten 3 Piloten Bundesligageschwindigkeiten über 90 km/h, ein Ergebnis mit dem man zunächst auch sehr zufrieden sein konnte.
Leider warf dann die für den Sonntagabend gemeldete Kaltfront das Ergebnis wieder durcheinander. Die einfließende labilere Luftmasse sorgte nämlich am Sonntag für noch bessere Bedingungen, diesmal im Vogtland Richtung Chemnitz, die leider von den Hersbruckern nicht genutzt werden konnten.
So blieb es letztlich wieder bei Rundenplatz 18 (von 30), und 3 Punkten in Runde 7. Damit liegt die LSG Hersbruck mit 23 Punkten auf Platz 27 der Tabelle, und weiterhin auf einem Abstiegsplatz.