Alle auf Streckenflug
Das war das Motto des letzten Wochenendes. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind am vergangenen Samstag 10 Piloten zum Streckenflug gestartet. Das ist eigentlich kaum mehr zu toppen!

Der Gipfel des Großen Arbers aus der ASW20 von Stefan
Nachdem die Wetterfrösche für den Samstag gute Wolkenthermik (mit Tendenz zur Abtrocknung aus W), und Basishöhen um die 2200m gemeldet hatten, gab es offensichtlich kein Halten mehr; jeder wollte in die Luft. Und der Wetterbericht sollte wirklich recht behalten; bis auf den relativ starken Wind (NW~25km/h) war es gut fliegbar.
Für die Bundesliga wäre es sicher optimal gewesen, zuerst nach NW abzufliegen, und dann einen möglichst langen Rückenwindschenkel bis zur österreichischen Grenze im Bayerwald anzuschließen. Allerdings ist der Bayerische Wald bei stärkerem Wind oft ziemlich turbulent und nicht so ganz einfach. Ich selbst habe ihn mir am Samstag daher erspart; im Nachhinein sicher ein Fehler, aber eine Aussenlandung im österreichischen Waldviertel schien mir auch keine allzu verlockende Alternative.
Ach ja, zum Thema Landung: “Ruft ein Segelflieger nach der Landung auf fremden Platz seinen ebenfalls segelfliegenden Sohn an; als der sich meldet ist es im Hintergrund sehr ruhig; fragt er: bist du irgendwo gelandet, bei dir ist es so ruhig? Sagt der Sohn: Sag mir erst wo du gelandet bist, bei dir ist es genauso ruhig…”
Die weiteste Strecke schaffte einmal mehr Stefan mit 712 km und einem Schnitt von 90 km/h, gefolgt von Reinhard und Reiner mit je 612 km und ca. 85km/h. Dabei konnte sich Gunther mit dem Cirrus (526km, 66km/h) in der Punktewertung (Index) noch vor Reiner platzieren. Samy und Joachim schafften über 300km, wobei Samy mit 332km sein erstes 300er geschafft hat. Super! Michael schrammte knapp an der 300er-Marke vorbei (280km), und Farshad sammelte weiter Stoff für sein Nachschlagewerk “Landemöglichkeiten in der Oberpfalz”, wobei er diesmal Cham und Schmidgaden abhaken konnte.
Amir war mit der LS4 unterwegs, konnte seinen Flug nur wegen Ausleseproblemen leider nicht melden.
Also waren, mich eingerechnet, die beiden LS4en, der Cirrus und ein Astir des Vereins unterwegs; mit dem Twin II zur Schulung waren die Vereinsflugzeuge diesmal optimal ausgelastet.
In die Bundesligaränge flogen sich Stefan (100,16km/h), Reiner (93,08km/h) und ich, wobei ich nicht mal einen 100er-Schnitt schaffte (99,99km/h). Damit flogen wir uns auf Platz 12 der Runde 11, und bekamen 9 Punkte. Jetzt liegen wir mit 54 Punkten auf Gesamtplatz 24. Das ist leider immer noch ein Abstiegsplatz, aber wenn wir so weitermachen, und noch ein bisschen Glück haben, können wir den Klassenerhalt sicher noch schaffen. Es liegen schließlich noch 8 Runden vor uns, und der Sprung nach vorne ist nicht allzu gross!
Hier kann man sich alle Flüge der Hersbrucker Piloten am 05.07.2008 noch einmal ansehen.
Am 10. Juli 2008 um 18:17 Uhr
Peter you are the best xD