Luftrennen
Na, das war ja endlich mal ein Tag über den man nicht meckern muss. Die geflogenen Strecken und die erreichten Schnittgeschwindigkeiten sprechen für sich. Obwohl es sinnlos ist im Nachhinein mit dem Schicksal zu hadern: bei frühem Start und optimaler Flugwegwahl wären sicher 750 - 800km drin gewesen, die Bundesligaschnitte hätten um 10-15% höher sein können. Allerdings macht einen der ewige Slalom um Luftraumbeschränkungen und Sperrgebiete auch nicht unbedingt schneller; ein Nachteil, den andere Vereine in der Region nicht haben.
Doch zunächst zum Wetterbericht für Sonntag:
Im Osten sehr gute Wolkenthermik, nach W und SW durch Überentwicklungen gestört. Basis bis zu 2600m NN, Wind aus 100 Grad mit 20km/h.
Die Vorhersage traf dann auch ziemlich exakt so ein; die Aufwinde waren verlässlich und standen auch an der Stelle der Wolke an der man sie vermutete.
Gemeldet haben 9 Piloten, wobei Reinhard mit 631km (95,7km/h) die weiteste Strecke flog, dicht gefolgt von Stefan mit 627km (100,3km/h) und Gunther 524km (78,8km/h). Stefan und Reinhard waren im Team unterwegs; Gunther und Michael (324km/66km/h) flogen ebenfalls ein Stück der Strecke zusammen, die Anderen waren als Einzelkämpfer unterwegs.
Unser Twin III war mit dem Team Günter Lorenz/Helmuth Kuphal auch mal wieder so richtig auf Srecke; die beiden erflogen in dem Gebiet zwischen östl. Landesgrenze und Bamberg 326km mit einem Speed von 82km/h. Dabei war es zunächst gar nicht so einfach aus der Winde Anschluss zu finden; hier ist der F-Schlepp wirklich eine deutliche Erleichterung.
Ferdinand flog mit dem Twin II 105km mit einem 60er Schnitt (Bayreuth und zurück), und Amir mit der LS4 fast 400km (60,5km/h). Wirklich super!
Bleibt noch der “Rote Baron” (Horst), dem ich zwischen Amberg und Schmidgaden begegnet bin, und der nach 160km Strecke mit 50km/h wieder am Heimatplatz landete.
Ich selbst war diesmal mit dem Cirrus unterwegs, der zwar manchmal arg geknarzt und gepfiffen, aber trotzdem alles gut überstanden hat. Ich habe ihn vor dem Start mit dem max. möglichen Wasserballast beladen (1,5l im Trinksack); die Mückenputzer hatte ich leider verlegt. Dank einem langen Arm und viel Glück bei der Flugwegwahl waren trotz spätem (Winden-)Start noch fast 490km drin. Mein erster Start im F-Schlepp war leider nicht sehr erfolgreich, da der Mose einen Defekt hatte und die Power fehlte. Da hing ich dann wie eine reife Pflaume in 100m über Grund hinter dem Schleppflugzeug, während der Schlepppilot vorne wenigstens einen Helm trug.
Für die Runde 14 der Bundesliga konnten wir wieder gut punkten; Reinhard (104,5km/h), Stefan (106,12km/h) und ich (107,47km/h) erreichten eine Rundengeschwindigkeit von 318,09km/h und damit Platz 11 mit 10 Punkten.
Damit belegen wir in der Tabelle Platz 21 mit 78 Punkten, sind also endlich aus den Abstiegsrängen nach vorne gerutscht. Platz 20 liegt nur noch 4 Punkte vor uns, ist also gar nicht so weit weg. Es wäre schön, wenn wir diesen Platz halten könnten.
Unser Fliegerlager steht bevor, hoffen wir auf schönes Wetter und tolle Flüge!
Am 29. Juli 2008 um 21:12 Uhr
Hi Peter, super Bericht! Vielen Dank für Deine Mühe!
WM
Am 30. Juli 2008 um 08:57 Uhr
Alle drei Flüge deutlich über 100km/h, 10 Punkte gut gemacht… was will man mehr?
Klasse Leistung!