Newsletter 1/2007 vom 05.05.2007
1. Kurt Rauenbusch - Ein Fliegerleben
2. Saisonbeginn 2007
3. Almabtrieb 2006
4. 70. Geburtstag Manfred Blaurock
5. 65. Geburtstag Günter Lorenz
6. Pflasterarbeiten
7. Großzügige Spender ermöglichen Komplettausstattung mit Kollisionswarngeräten
8. Aerokurierartikel über Reiner Rose
9. Neues Flugzeug für die LSG
10. Neue Auflage des Informationsflyers
11. OLC 2.0 geht online
12. Neues Mitglied bei der LSG
zu 1. Kurt Rauenbusch - Ein Fliegerleben
Die Hersbrucker Segelflieger trauern um ihr Ehrenmitglied Kurt Rauenbusch, der am 29.04.2007 unerwartet verstorben ist. Wie kein Zweiter hat er den Segelflugsport in Hersbruck vor allem in den Nachkriegsjahren systematisch aufgebaut. Schon vor dem zweiten Weltkrieg war er in der „Segelfliegergruppe Hersbruck“ aktiv, die später eine Abteilung des TV 1861 Hersbruck wurde.
Der Krieg unterbrach die Luftsportaktivitäten in Hersbruck und 1949 trug Kurt wieder wesentlich zur Gründung der sogenannten "Segelflug-Interessengemeinschaft" bei. Segelfliegen an sich war durch die Alliierten noch verboten. So verlegte man sich auf den Modellbau. Bereits im Juli des gleichen Jahres fand das erste gemeinsame Modellfliegen statt. Namen wie Rauenbusch, Lutz, Mederer, Wagner, Dorn, Drossel, Raum werden im Protokoll genannt.
Am 6. Juni 1951 beschließt die Jahreshauptversammlung der Segelflug-Interessengemeinschaft im Gasthof zum Roten Ochsen künftig den Namen Luftsportgemeinschaft Hersbruck zu tragen. Mitglieder der ersten Stunde sind Karl Friedrich, Heinz Seidel, Hans Drossel und natürlich Kurt Rauenbusch. Der nun neu ins Leben gerufene Sportverein hatte zunächst 18 Mitglieder. Günther Drossel, Fritz Lutz, Rudolf Bogner, Karl Westphal, Ottmar Wagner, Kuno Mederer, Günther Mauser, Helmut Löffler, Rudolf Hein, Werner Krug, Konrad Guttenberger, Werner Hartmann, Karl Bauer und Georg Kratzer waren die Gründungsmitglieder.
Der Verein fand regen Zuspruch, schon nach kurzer Zeit finden sich Namen weiterer langjähriger Weggefährten von Kurt Rauenbusch auf der Mitgliederliste: Heinrich Wild, späterer 1. Vorsitzender, Claus Kupke, der noch immer aktiv am Flugbetrieb teilnimmt, sowie Erich Kahlmeyer, langjähriger Schatzmeister.
Kurt Rauenbusch war über 20 Jahre 1. Vorsitzender der LSG Hersbruck und hat die Weichen für die heutige Entwicklung des Clubs gestellt. Ein Sportverein, der mittlerweile leistungsmäßig in Deutschland einen vorderen Platz einnimmt.
Kurt Rauenbusch war bis zuletzt dem Segelflugsport eng verbunden. So hat er die freitäglichen Werkstattabende regelmäßig besucht und dabei oft seine Erinnerungen an die Gründerjahre erzählt.
Dabei hatte er auch immer ein offenes Ohr für die Jugendlichen im Verein. Er verstand es als väterlicher Freund vor allem bei den neuen im Verein die Begeisterung für diesen stark von Idealismus und gegenseitiger Hilfsbereitschaft geprägten Sport zu entfachen.
Die Luftsportgemeinschaft Hersbruck verliert mit ihm eine Persönlichkeit, die den Segelflugsport in Hersbruck initiiert und über Jahrzehnte repräsentiert hat. Nicht zuletzt deshalb wird er unvergesslich bleiben.
zu 2. Saisonbeginn
"Ein Winter, der keiner ist." Dieser Spruch prägte die Winterpause 2006/07. Die milde Witterung machte sich auch in Bezug auf unseren Flugplatz bemerkbar. So früh wie nie, nämlich am 11.03. konnten wir die neue Segelflugsaison eröffnen. So sind wir guter Hoffnung, dass das Jahr 2007 endlich wieder so tolle Segelflugbedingungen bietet, wie die Jahre 2003 und 2004.
Mittlerweile ist auch die Segelflugbundesliga wieder angelaufen. Die LSG Hersbruck hat dabei einen Bilderbuchstart hingelegt. Hier der Bericht von Segelflugrefernt Peter Bohne:
"Das letzte Wochenende brachte uns den Start in die Bundesligasaison, und recht gut fliegbares Segelflugwetter. Es reichte von Blauthermik bis zu schönen Wolkenaufreihungen.
Da ich selbst nur am Samstag geflogen bin, hier eine kurze Beschreibung dieses Tages:
Gemeldet war gute bis sehr gute Blauthermik, mit Basis bis ca. 2200m. Im Prinzip war der Wetterbericht am Samstag richtig, nur dass sich über den Mittelgebirgen (Schwäb. Alb, Thüringer und Bayer. Wald) Quellwolken entwickelten, was bei unserem Start aber noch nicht absehbar war.
Wir beschlossen zunächst im Team (Stefan, Reinhard, Gunther und ich), möglichst weit nach Osten abzufliegen (Richtung Furth im Wald), und dann je nach Wetteroptik weitere Entscheidungen zu treffen. (Bei Blauthermik bringt Teamflug auf jeden Fall deutliche Vorteile.)
So konnten wir uns langsam, aber relativ problemlos über Sulzbach, Amberg, Schwandorf im Blauen bis nördl. Cham mogeln (Basis ca. 1600m), wo Gunther die Entscheidung traf, weiter südl. aufbauende Quellwolken anzufliegen.
Stefan, Reinhard und ich folgten weiter auf Ostkurs dem bewaldeten Höhenzug nördl. Cham und flogen eine im Osten aufbauende CU (Cumuluswolke) an, die uns auch mit sehr guten Steigwerten belohnte.
Ab hier waren in weiter Ferne über dem Bayer. Wald Quellungen erkennbar, die wir noch ausprobieren wollten. Zum Arber-Hauptkamm ging es im Blauen weiter, bis Reinhard nördl. Arnbruck einen sehr guten Aufwind für uns markierte. Erst ab dem Arbergipfel standen über den Hängen des Bayer.Waldes schöne Wolken Richtung Osten, die einen problemlosen, und nahezu kreislosen Flug bis nach Österreich hinein ermöglichten (Basis ca. 2300m über Hersbruck, Steigwerte im Vorflug bis zu 7 m/s)! Gewendet haben wir dann ca. 20km nordwestl. von Linz. Der Rückflug bis Arnbruck verlief genauso problemlos.
Interessant wurde es dann beim Heimflug aus dem Bayer. Wald, da die gute Thermik dort einen gewissen Absaugeffekt entwickelte, und wir bis nördl. Cham wieder durch ziemlich ruhige Luft gleiten mussten. Dort war ein Anschluss, jetzt wieder in reiner Blauthermik, jedoch problemlos möglich. Heimflug wieder über Schwandorf, Amberg, Fichtelbrunn.
Belohnt wurden wir mit einem 4. Platz in der 1. Runde der Bundesliga für die LSG Hersbruck, mit 17 von 20 mögl. Punkten."
Nun aber ein Rückblick auf einige Ereignisse im vergangenen Winter:
zu 3. Almabtrieb 2006
Begonnen hat die Winterpause traditionell mit dem sogenannten Almabtrieb. Diese Bezeichnung unserer "Jahresabschlussfeier" geht auf den jährlichen Rückzug vom Segelfluggelände bei Alfeld nach Hersbruck im Herbst zurück. Die Pioniere der LSG Hersbruck zogen damals mit Sack und Pack, d.h. mit allen Flug- und Fahrzeugen wie Winde, Rückhol- und Turmwagen über öffentliche Straßen in das Winterquartier nach Hersbruck. Das sah eben aus wie ein Almabtrieb.
Wie immer perfekt von Helmuth Kuphal organisiert, war auch die Feier 2006 wieder ein voller Erfolg. 1. Vorsitzender Manfred Blaurock blickte in seiner Ansprache zurück auf das vergangene Jahr, Segelflugreferent Peter Bohne kürte Vereinsmeister und Speedchampion und Ausbildungsleiter Jürgen Wilken überreichte den A, B und C-Prüflingen ihre Auszeichnungen.
zu 4. 70. Geburtstag von Manfred Blaurock
Am 25.11.2006 lud uns Manfred zu seinem 70. Geburtstag in die Fuchsau zu einem tollen Abend ein. Der ganze Verein bedankt sich nochmals ganz herzlich.
zu 5. 65. Geburtstag von Günter Lorenz
Zu einem weiteren tollen Fest waren die Hersbrucker Segelflieger von Günter Lorenz an seinem 65. Geburtstag am 16.02.2007 eingeladen. Auch für diesen außergewöhnlichen Abend möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken.
zu 6. Pflasterarbeiten
Viele Jahre ärgerten wir uns über das Schlammloch vor dem Hoftor. Jetzt ist es endlich beseitigt. Leider haben uns die Wurzeln der alten Pappeln gnadenlos ausgebremst, so dass sich das Projekt über einige Wochen verzögerte. Doch dank "Jörg, dem Bauleiter" haben wir es rechtzeitig zum Saisonbeginn geschafft.
zu 7. Großzügige Spender ermöglichen Komplettausstattung mit Kollisionswarngeräten
Eine großzügige Spende einiger Vereinsmitglieder hat es uns ermöglicht, auch die restlichen Vereinsflugzeuge einschließlich des Motorseglers mit Kollisionswarngeräten auszutauschen. Damit fliegen jetzt alle in Hersbruck stationierten Flugzeuge mit Flarm bzw. ECW100. Herzlichen Dank für diese tolle Hilfsbereitschaft an Michael Schauer, Manfred Blaurock, Günter Lorenz, Eckhard Huthloff, Helmuth Kuphal und Jörg Fronemann.
zu 8. Aerokurierartikel über Reiner Rose
Zu einer besonderen Ehre kam unser Hersbrucker Pilot Reiner Rose im Dezemberheft des Aerokuriers. Ihm allein wurde eine ganze Seite gewidmet:
zu 9. Neues Flugzeug für die LSG
Um dem ständg steigenden Bedarf der Flugschüler gerecht werden zu können, ohne die Scheinpiloten zu benachteiligen, haben wir kurzentschlossen einen zweiten Astir gekauft. Es handelt sich ein sehr gepflegtes Privatflugzeug. Wir freuen us auf viele schöne Flüge.
zu 10. Neue Auflage des Informationsflyers
Unser Infoflyer wurde überarbeitet und in einer neuen Auflage gedruckt. Vielen Dank an Helmuth Kuphal, der mit einer Anzeige die kompletten Druckkosten übernommen hat.
zu 11. OLC 2.0 geht online
Mit dem Start der neuen OLC-Saison im Oktober hat der aerokurier Online Contest ein neues Gesicht bekommen. Dahinter steckt aber mehr: Der OLC 2.0 läuft mit einer neuen zukunftsfähigen Software. Weitere Einzelheiten finden sich beim Klick auf den Aerokurier-Artikel von Gerhard Marzinizik:
zu 12. Neues Mitglied bei der LSG
Wir dürfen mit Andreas Leitner ein neues Mitglied in der LSG Hersbruck begrüßen und wünschen Ihm viel Erfolg und viel Freude bei unserem faszinierenden Sport. (Bild folgt noch.)
















